Die wichtigsten Regionen

Wir wollen Ihnen hier nicht die 17 Autonomen Gemeinschaften Spaniens aufzählen, da kaum jemand seinen Aufenthaltsort danach bestimmen wird, zu welcher politischen Region die Gegend gehört. Wir unterscheiden hier

  • Spaniens Norden, inkl. des Pyrenäen-Raumes (das umfasst etwa die politischen Bereiche Galicien, Asturien, Kantabrien, Baskenland, Navarra, Rioja, Teile von Aragon und Katalonien
  • Zentralspanien (Teil von Aragon, Kastilien-Leon, Kastilien-La Mancha, Extremadura, Madrid
  • Die Ostküste mit den für Mitteleuropäer interessantesten Regionen in Spanien (Rest-Katalonien, Valencia, Murcia), also:
 
 
Karte von Spanien und Portugal
 
 
 
     
Costa Brava
 

Fischerdörfer, felsige Steilküsten, unberührte Strände, außergewöhnliche Unterwasserlandschaften, durchsichtige Gewässer und ein mildes Klima.

An der spanischen Costa Brava gibt es viele versteckte Badebuchten

Als Costa Brava ("Wilde Küste") bezeichnet man den gut 200 km langen, nördlichsten Abschnitt der spanischen Mittelmeerküste, der sich von der französischen Grenze bis nach Blanes / Lloret de Mar hinstreckt. Ihren Namen verdankt die Costa Brava ihrer stark zerklüfteten Küstenlinie. Hier findet man steile Felsküsten mit kleinen Buchten sowie lange feine Sandstrände. Dazwischen liegen kleine Fischerdörfer in unberührter Natur. Es ist eine stark aufgegliederte Küste mit vielen Erhebungen aufgrund einer Reihe von Gebirgssystemen, die abrupt ins Meer abstürzen.

Falls Sie Ihre Immobilie als Zweit-Wohnsitz benutzen wollen oder als Rendite-Objekt an Touristen vermieten wollen, könnte die Nähe dieses Küstenabschnitts zu Mitteleuropa für Sie wichtig sein: Von München sind es nur etwa 1400 km, von Berlin und Hamburg etwa 1800 km und so kommen jedes Jahr viele vor allem junge Leute in die gut erschlossenen Touristenhochburgen wie z.B. Lloret de Mar, um hier tagsüber das vielfältige Sportangebot zu nutzen und sich abends in das pulsierende Nachtleben zu stürzen.

Kloster Montserrat

Kulturell wird Sie Barcelona, die mit zwei Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt Spaniens, nicht enttäuschen.
Außerdem gibt es an der Costa Brava viele beliebte Ausflugsziele wie den Touristenort Cadaqués, das Dalí Museum in Figueres, die historische Altstadt von Girona, die antiken Ruinen von Empúries, das bekannte Kloster Montserrat und natürlich die vielen kleinen Buchten und Sandstrände, die man teilweise nur mit dem Boot erreichen kann.
Eine jährliche Durchschnittstemperatur von 16° bei mäßigen Niederschlägen, 2500 Stunden Sonne im Jahr und die landschaftliche und kulturelle Vielfältigkeit machen diesen Küstenabschnitt zu einem der beliebtesten überhaupt.

   
 
Costa Dorada
 

Auch die "Goldene Küste" - etwa von Blanes bis Tarragona (übriges eine Stadt mit vielen antiken Bauwerken) mit dem geschäftigen Barcelona mittendrin - umfasst einen Küstenstreifen von etwa 200 km, doch die Strände hier sind lang, mit viel feinem Sand.

Die Millionenstadt Barcelona ist die zweitgrößte und wohl geschäftigste Stadt Spaniens

Es ist ein wahres Eldorado für Strandliebhaber und Wassersportler, denn neben den wirklich vorzüglichen Möglichkeiten zum Baden und Schwimmen bietet die Costa Dorada auch ein breites Spektrum an Wassersportarten wie z.B. Wasserski fahren, Segeln, Surfen oder Tauchen.


In dieser bevorzugten Gegend des Familientourismus werden Sie sich sicherlich wohlfühlen, wenn Sie selbst aktiv sind und nicht ausschließlich Ruhe suchen. Auch ältere, wassersportbegeisterte Menschen sollten diese Gegend unbedingt in ihre Überlegungen einbeziehen, wenn es um ein Haus in Spanien geht.

Kulturell sollten Sie die Möglichkeiten einbeziehen, die wir unter dem Abschnitt Costa Brava nennen, denn diese beiden Landschaften sind kaum voneinander zu trennen und bieten erst zusammen die gesamte Vielfalt der nördlichen spanischen Mittelmeerküste.

   
   
Costa del Azahar
 

Die Costa del Azahar, die Orangenblütenküste, ist der von Norden gesehen nächste Abschnitt der Mittelmeerküste, mit dem Hauptort Castello und wird nach Süden hin abgelöst durch die Costa Valencia, also den Küstenabschnitt zwischen Ebrodelta im Norden und Valencia im Süden.
Die Costa del Azahar ist etwa 120 km lang, der nächste internationale Flughafen ist die Kultur- und Messestadt Valencia, die Wírtschaftsmetropole der Region.

Das Meer ist an der Costa del Azahar besonders seicht, also für Kinder und Nichtschwimmer bestens geeignet; bekannte Badeorte sind z.B. Peniscola und Sagunt.
An diesem Teil der Mittelmeerküste ist auch im Winter der Frühling zu Hause und obwohl die Durchschnittstemperatur im Winter etwa 17° C beträgt, wird es im Sommer selten heißer als 30°. Ein gemäßigtes Klima also, dessen ca. 300 Sonnentage im Jahr sich sehr günstig auf verschiedenste Krankheiten auswirken (Herz-Kreislauf, Gelenke, Depressionen u.v.m).

Mandeln und Pfirsiche sind charakteristische  Bäume an der Costa del Azahar

Auch die Vegetation hebt sich aufgrund dieses Klimas von der im übrigen Spanien ab: In den Ebenen entlang der Küste findet man überall Orangenhaine und -plantagen sowie Mandelbäume und Gemüsegärten.

Im Hinterland dieser Küste befindet sich das schöne Naturschutzgebiet "Tinenca de Benifassa" und der kleine Ort Teruel, der durch seine noch heute gut erhaltenen Bauten im maurischen Stil bekannt ist.

   
   
Costa Valencia

Der Küstenabschnitt südlich Castello bis etwa Dénia wird als "Costa Valencia" bezeichnet. Er liegt ungefähr auf einer Höhe mit den Balearen (Dénia liegt etwa auf der "Nase", die der Balearen-Insel Ibiza am nächsten ist.)

Die spanische Großstadt Valencia ist größer als Bremen, Leipzig oder Frankfurt

Wichtigstes Zentrum dieses Abschnittes ist natürlich die Stadt Valencia - mit etwa 800.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Spaniens und erheblich größer als Bremen, Leipzig oder Frankfurt!
Zeugen der Blütezeit der Stadt findet man in der hübschen Altstadt rund um die Kathedrale. Neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet die Stadt ein pulsierendes Leben: Tagsüber auf den Märkten und Plätzen und nachts in den Discotheken und Bars. Eine Stadt, die Ihnen wirklich alles bietet.

Das Naturschutzgebiet Albufera in der Nähe von Valencia beherbergt viele seltene Vogelarten, wie z.B. den Stelzenläufer

Wer genug vom Großstadttrubel hat kann den Nationalpark Muela de Cortes im Hinterland besuchen oder sich an den langen Stränden erholen. Naturfreunde werden die Nähe der Albufera zu schätzen wissen: Diese Region südlich von Valencia ist nicht nur das größte Reisanbaugebiet Spaniens, sondern ein eindruckvoller Biotop in dem mehr als 250 z.T. sehr seltene Vogelarten leben. Der ca. 28 qkm große Süßwassersee ist mit Booten befahr- und somit erlebbar.

   
Balearen
 

Die Balearen sind eine im Mittelmeer gelegene Inselgruppe, die ungefähr auf der Höhe von Valencia liegt. Mallorca ist mit seinen ca. 500.000 Einwohnern die größte und bekannteste Insel der Balearen. Danach folgen Ibiza (ca. 85.000 Einw.), Menorca (ca. 68.000 Einw.) und Formentera (ca. 5000 Einw.).

In wildem Gallopp am Strand entlang - Urlaubsvergnügen auf den Balearen und auch  auf dem spanischen Festland

Die einzelnen Inseln sind in ihrer Charakteristik ziemlich unterschiedlich. Mallorca und Ibiza sind eher die Urlaubsinseln und entsprechend erschlossen. Die Anreise dorthin ist kein Problem, da beide einen Flughafen besitzen. Die beiden Inseln sind stark auf den Massentourismus eingerichtet, bieten aber trotzdem noch fast unberührte Natur und Strände.
Menorca ist zwar auch mit dem Flugzeug bequem zu erreichen, es gibt aber auch eine schnelle und regelmäßige Verbindung mit dem Schiff von Mallorca (Alcudia) nach Menorca.

Charakteristisch für Mallorca sind diese Windräder

Die nur mit dem Schiff erreichbare Insel Formentera ist noch nicht vom Massentourismus überrollt worden und auch die Gruppe der Residenten aus Mitteleuropa ist hier noch nicht so groß. Grund hierfür ist unter anderem der Wassermangel: Frischwasser muss mit dem Schiff von einer der großen Inseln herangeschifft werden.

Auf den Balearen ist das Mallorquin (mehr dazu s.unter Sprachen) recht verbreitet und auch gleichberechtigte 2. Amtssprache. Die Sprache kam - neben Gesetzen, Gebräuchen, Lebensgewohnheiten und Glauben - mit der Eroberng der Balearen durch die Truppen Jaimes I von Aragon auf die Inseln. Deshalb ist die Geschichte des Mallorquin aufs engste mit jener der katalanischen Sprache verknüpft.
Wir erwähnen diese Fragen, weil es recht nützlich sein kann, wenn Sie als Residenten auf den Balearen zumindest auch ein wenig Mallorquin (und nicht nur "Spanisch") sprechen können.

Insbes. Mallorca steht (neben der Costa Blanca auf dem spanischen Festland) ganz oben auf der Wunschliste der Deutschen, die in Spanien eine Immobilie kaufen wollen. Allerdings sind auch hier die Preise in den letzten Jahren ziemlich explodiert, sicherlich nicht zuletzt, weil sie mit der "Entdeckung" der Insel durch deutsche und internationale Prominenz ihren Ruf als "Hausfrauen- und Arme-Leute-Insel" restlos verloren hat.

Von besonderer Bedeutung aber ist sicherlich die hervorragende Erreichbarkeit der Insel: Man kommt schneller, bequemer und preisgünstiger nach Mallorca, als nach Rügen. Ein fast schlagendes Argument für den Immobilienerwerb auf dieser schönen Insel.

   
 

 

Costa Blanca

An der Costa Blanca - der "Weißen Küste" etwa zwischen Denia und Catagena, lebt man hauptsächlich von Fischfang und Tourismus. Auch hier findet man noch das angenehme und gesunde Klima der Costa Valencia, was den Anbau von Reis und Zitrusfrüchten ermöglicht - und manchem Deutschen Linderung von Rheuma und anderen Krankheiten.

An der Cosa Blanca finden Sie endlos lange Strände

Dank der langen fast weißen Strände haben sich hier viele hübsche Ferienorte herausgebildet. Zu den bekanntesten gehört wohl Denia ganz im Norden der Costa Blanca, vielleicht die Stadt in Festlands-Spanien, die auch bei deutschen Residenten bes. hoch im Kurs steht. Denia liegt knapp nördlich vom Cap de la Nao, der "Nase", die am weitesten an die Balearen-Insel Ibiza heranreicht.

Auch die traditionsreiche Touristenhochburg Benidorm mit seinen zahllosen Hotels und brodelndem Nachtleben und das elegante Alicante mit seinen palmengesäumten Plätzen - die unangefochtene Hauptstadt der Costa Blanca - liegen an der "Weißen Küste".

Die Uferpromenade in Torrevieja

Torrevieja - ein weiteres Ziel vieler deutscher Immobilienträume - liegt von Salinen umgeben außerordentlich verkehrsgünstig zwischen den großen Städten Alicante, Cartagena und Murcia. Auch ist es nicht weit bis Elche mit seinem weltberühmten Palmenhain und der Binnensee Mar Menor am "Südende" der Costa Blanca ist schnell erreichbar.

Wem Alicante zu groß ist, der findet in Torrevieja alles, was er braucht: einen großen Fischerei- und Yachthafen, Einkaufszentren, Restaurants, Discotheken, Bars, Wassersportanlagen, Strand und die sommerlichen Festivals (Habaneras-Festival!), auf denen man das spanische Flair mit(er)leben kann. Die Stadt ist - wie die ganze Costa Blanca - ausgezeichnet versorgt mit deutschen bzw. deutsch-sprechenden Ärzten und Handwerkern und genau wie in Denia werden Sie die Möglichkeit haben, bald deutsch-sprechende Freunde zu gewinen.

Landschaftlich ist die Costa Blanca ein einziger Obst- und Gemüsegarten, in dem vor allem Orangen, Gemüse und Reis angebaut werden.

Das Klima ist hier besonders für Herz-, Lungen- und Rheumakranke ideal (auch wegen des magnesiumhaltigen Berges "Montgo") Es ist ganzjährig warm, aber man empfindet die Temperaturen selbst im Sommer i.d.R. nicht als drückend, vor allem, weil meist eine leichte Brise weht.

   
   
Costa Calida
 
Das Gebirge reicht in Spanien z.T. bis ans Meer
Die von Cartagena bis ungefähr Almeria reichende "Heiße Küste" ist bei uns eher unbekannt. Hinter dem schmalen Küstenstreifen ragen ziemlich bald die ersten Gebirgszüge auf. Für Wanderer - ob zu Fuß oder im Sattel - natürlich eine wunderschöne Gegend. In diesen touristisch weniger erschlossenen Gebieten findet man noch die unberührte Flora und Fauna Südspaniens. Die einzigen großen Städte findet man jeweils an den Endpunkten: Cartagena mit einem sehenswerten Handels- und Marinehafen am "Ostende" sowie Almeria am Übergang zur Costa del Sol.
 
Costa del Sol
 

Die "Sonnenküste" ist wegen ihrer bedeutenden touristischen Infrastruktur, der Vielfalt ihrer Reize und Anziehungspunkte und ihres privilegierten Klimas nicht nur ein einzigartiges Urlaubsziel, an dem jeder Besucher die seinen Interessen und Neigungen am meisten entsprechende Wahl treffen kann, sondern auch eine Gegend, in der es sich wohnen lässt.

Viele spanische Strände sind ein Paradies für Surfer

Das angenehme Klima verdankt die Costa del Sol - die am weitesten südlich gelegene Mittelmeerküste Spaniens - ihrer Nähe zum afrikanischen Festland. Die 300 km lange Küste besteht aus langen Sandstränden, die besonders im Südwesten ein hervorragendes Revier für Surfer (Tarifa!) und Taucher bieten.

Auch die Reichen konnten den Reizen der Costa del Sol nicht widerstehen. Zahlreiche Villen in einem prächtigen, oft orientalisch anmutenden Stil blicken auf's Mittelmeer. Marbella ist immer noch ein Begriff für Residenten, "die es geschafft haben" und auch heute gilt dort noch die Devise "Sehen und gesehen werden". Die Yachten im Hafen sind etwas teurer und die nächtlichen Parties dauern etwas länger.

An der Costa del Sol sind die Nächte manchmal etwas länger  - wie hier in Marbella

Selbst im Hinterland findet man nicht besonders viel Ruhe, da die kleinen Bergdörfer mit ihren weißen Häusern Scharen von Touristen anziehen.

Der eigentliche Trumpf der Costa del Sol aber ist die Nähe der Sierra Nevada: Morgens Frühstück unter Orangenbäumen, mittags Skilaufen im Schnee und abends - nach einem Bad im Mittelmeer - tanzen und feiern unter Palmen. Nirgends geht das besser als hier, wo das fast 3500 m hohe Gebirge in Sichtweite des Mittelmeeres liegt!

   
   
Costa de la Luz
 

Dieser westlichste Abschnitt liegt an der spanischen Atlantikküste und erstreckt sich von Gibraltar aus bis zur portugiesischen Grenze.

Traumstrände bietet auch die Costa de la Luz, die spanische Atlantikküste

Die wunderschönen langen Sandstrände sowie die alten Städte wie z.B. Cádiz, die wahrscheinlich älteste Stadt Spaniens, um die sich viele Legenden ranken, machen die Costa de la Luz zu einer außergewöhnlichen Region. Als spanischer Wohnsitz ist die Costa de la Luz von Mitteleuropäern noch nicht so erschlossen, was damit zu tun haben könnte, dass diese Küste (mit dem Flugzeug) etwas schlechter zu erreichen ist.

Neben den sehenswerten Städten ist übrigens auch der international bekannte Nationalpark "Cota Doñana" einen Besuch wert. Obwohl er z.T. wirtschaftlichen Interessen geopfert wurde, beherbergt dieses über 60.000 ha große Sumpfgebiet zahlreiche Vogel-, Tier- und Pflanzenarten und ist nur mit einer geführten Gruppe zu begehen.

 
   
Andalusien
 
Der Flamenco - Inbegriff andalusischer Lebensart
Diese Region am Scheidepunkt von zwei Meeren (Mittelmeer und Atlantischer Ozean) und Kontinenten (Afrika und Europa) ist das "Vorzeige-Spanien, wie es im Buche steht": Stierkampf und Flamenco, Sonne und Schnee, orientalischer Baustil, eindrucksvolle Natur - das geht einem durch den Kopf, wenn das Stichwort "Andalusien" fällt. Die berühmte Sierra Nevada liegt hier und die Touristenmetropole Marbella. Städtnamen wie Sevilla, Cordoba, Malaga und Granada sind jedem geläufig. Hier ist der Sherry beheimatet und verschiedene köstliche Rotweine, die Paella und die weltweit berühmte kalte Gemüsesuppe "Gazpacho Andaluz"
Die Eroberung und Besiedlung durch verschiedene Völker - Phönizier, Griechen, Römer, ganz besonders aber durch die Araber - hat starke Spuren in Kultur und Architektur des Landes hinterlassen; nach der "Reconquista" im 15. Jahrhundert wurde Andalusien zum Ausgangspunkt für Fahrten in die "Neue Welt".
 

Spaniens Norden

 

Spaniens Norden umfasst mehrere autonome Gemeinschaften von Galicien im äußersten Nordwesten bis zum Baskenland im "Knick" zu Frankreich. Der Norden ist touristisch eher wenig erschlossen bzw. bekannt, obwohl diese Küste über wunderbare Bade- und Tauchreviere verfügt. Auch für Residenten scheint der Norden wenige interessant zu sein: Der eher rauhe Atlantik (Biskaya) läßt einen zu leicht vergessen, dass diese Küste genauso weit südlich liegt, wie z.B. die beliebte französische Riviera.

Den meisten Mitteleuropäern ist dieser Landstrich durch zwei Besonderheiten bekannt: Den bedeutenden katholischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela mit seiner imposanten Kathedrale und durch das Unabhängigkeitsstreben der Basken, die sich gerne von Madrid lossagen würden um mit den französischen Basken einen baskischen Nationalstaat zu bilden. Langfristiges Ziel ist ein unabhängiges Baskenland, das Navarra und die südfranzösischen Provinzen einschließt. Mit dieser Forderung sympathisieren viele Basken.

Die Anreise in den spanischen Norden ist beschwerlicher bzw. teurer, da man nicht auf die relativ preiswerten Touristen-Flieger zurückgreifen kann.

 
 
Zentralspanien
 

Zentralspanien ist das wohl touristisch am wenigsten erschlossene Gebiet. Es umfasst die Regionen Extremadura an der Grenze zu Portugal, Kastilien-Léon, Kastilien-La Mancha, einen Teil von Aragon sowie Madrid.

Die "Meseta" ist ein kahles und karges Hochland mit z.T. recht strengen Wintern und dürren Sommern.
Wer viel Ruhe sucht, wird in diesen eher ländlichen Regionen glücklich sein. Allerdings ist die Infrastruktur für unsere Verhältnisse unzureichend ausgebaut und es wird nötig sein, jegliche Unterhaltung auf spanisch zu führen.
Um hier leben zu können sollte man kleinere landwirtschaftliche Arbeiten, wie z.B. die Bewirtschaftung eines eigenen Gemüsegartens nicht scheuen. Wenn Sie sich auf diese Weise auch dem Leben der Einheimischen anpassen, werden Sie dort klar kommen. Sonst ist das Zusammenleben mit den Einwohnern nicht immer einfach, da diese nicht an Fremdenverkehr gewöhnt sind.

Außnahmen bilden die großen Städte wie Madrid, Valladolid oder Zaragoza. Hier findet man das pulsierende Leben jeder Großstadt, was einem aber wohl kaum die erwünschte Ruhe und Erholung bietet.

 

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